Wochenplan

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04 Nov. 2009 18:00 #7061 von Souli
Wochenplan wurde erstellt von Souli
Habe gerade so durchgeschmockert und gemerkt,
das auch bei euch das Problemmit den Alltagsbetreuern ist.
bei mir ist es ähnlich.
haben ein wenig aufgeteilt - was wer macht.
dennoch die Frage. macht ihr mehr therapie oder bschäftigung.
und wie sieht es bei euch aus - plant ihr feste - arbeitet ihr am Wochenende.
ich arbeite derzeit 5 tage /die woche mit 75 %.
es sind 35 bewohner zu betreuen.
folgendes biete ich derzeit an:
essensrunden mit gedächtnistraining
einzelbetreuung
lauftraining
spielerunden
gedächtnistraining  / gesprächsrundeen
männderrunde
kreativ angebote
hauswirtschaftsrunde mal putzen mal backen mal wäsche zusammenlegen..
würde jedoch gerne mehr therapeutisch arbeiten
mehr einzeltherapie und wirklich zielgerichtet. ist das in euren heimen möglich?

gruß
Souli

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08 Nov. 2009 21:29 #7091 von gaensebluemchen
gaensebluemchen antwortete auf Wochenplan
hallo,
schon übeer 100 aufrufe und keine antwort....ich schreib mal meine gedanken dazu.

was verstehst du unter Therapie und was unter beschäftiung??

ich finde man kann die einfachsten spiele als therapie ansehen- es werden dort doch immer mehrer sinneskanäle angesprochen die dadurch ervor gerufen bzw geschult werden.

verstehst du unter einzeltherapie- Mobilisation bei immobilen Bew, gangtraining ?? Klar sowas kommt grad in den heimarbeit zu kurz außer man hat einen sehr guten therapeutischen schlüssel.
ich habe mal in einem  Hausgearbeitet wo es auf jedem Wohnbereich feste Therapeuten gab die einzeltherapie gemacht haben und nebenbei abwechselnd die Gruppenangebote, aber dass ist seltenheit denke ich.


LG gaensebluemchen

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10 Nov. 2009 15:17 #7096 von Anonymous
Anonymous antwortete auf Wochenplan
Hallo, ich arbeite auch in einem sehr kleinen Heim (29 Bewohner). Ich finde es gibt bei so wenig Bewohnern viele Möglichkeiten Aktivitäten an zu bieten. Ich trenne auch nicht strikt nach Beschäftigung und Therapie, weil ich denke, dass es unsere Aufgabe als Therapeuten ist ganzheitlich zu denken. Ich versuche unsere Bewohner auf der einen Seite in Alltagshandlungen wie Wäsche legen, Medibecher sortieren, Tisch decken und und und mit ein zu beziehen, auf der anderen Seite sind wir aber auch für die Freizeitgestaltung zuständig und so versuche ich unterschiedliche Gruppen zusammen zu stellen, mit Bewohnern die in etwa ein Fähigkeitsniveau haben um auch Freizeitaktivitäten wie Gesellschaftsspiele therapeutisch nutzen zu können. Ich glaube man unterschätzt leicht wie viel man mit einfachen Aktivitäten therapeutisch erreichen kann. Mein Tipp, stelle für jeden Bewohner Ziele auf an denen ihr arbeiten möchtet und schau dann mit welchen Gruppenaktivitäten und welchen anderen Bewohnern das harmoniert. Ich gehe mittlerweile auch dazu über lieber kürzere Einheiten mit weniger Bewohnern zu machen, damit ich mit denen dann aber auch konkret an den Zielen arbeiten kann. Den Dementenbetreuuern würde ich eher einfachere Aufgaben übertragen die nicht so viel Fachwissen benötigen. Gleichzeitig kann man sich ja auch noch austauschen so, dass die Betreuer auch therapeutisch etwas dazu lernen können. Ich hoffe ich habe dir ein bischen geholfen!
Lg Kim

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10 Nov. 2009 19:53 #7097 von Sonne
Sonne antwortete auf Wochenplan
Hallo Kolleginen und Kollegen,
ich arbeite seid 2,5 Jahre auf einem geschützten Demenzbereich, Habe hier den Tag strukturiert und bin jetzt, aufgrund der MDK Geschichte- echt verunsichert ob ich hier die richtige Struktur habe.
Täglich eine Zeitungsrunde unter biografieschen Gesichtspunkten
Montags: Bewegung/Sitztanz
Dienstags: Singen/Liederraten etc.
Mittwochs: Backen
Donnerstags: Gedächtnistraining
Freitags: Kreatives Gestalten

Betreute Eßensgruppen und anschließend Einzelbetreuung!
Dann noch ein aktiverendes Spiel- oder Aktivangebot.
In Kleingruppen, wird ein Obstsalat hergestellt, oder eine Wäschegruppe angeboten, Gesprächsrunden oder Spielrunden angeboten.

Vielleicht kann mir jemand von Euch - der mehr MDK Erfahrung hat - eine Rückmeldung geben, ob diese Form den Erwartungen des MDK`s entspricht. Oder ob es unter dem Motto "die Bew. werden nur Beschäftigt" verurteilt wird. In jedem Angebot gehe ich auf die Biografie der einzelnen Bew. ein "13 Bew. sind in der Gruppe:

Ich wäre Euch dankbar für eine Rückmeldung!
Liebe Grüße von Sonne im November  :-X :-\

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11 Nov. 2009 14:36 #7105 von Anonymous
Anonymous antwortete auf Wochenplan
Hallo Sonne,
die vom MDK sind ja keine Ergos, also unterscheiden die eh nicht so konkret zwischen Therapie und reiner Beschäftigung. Meiner Erfahrung nach möchten die, dasss wir den Bewohner aktivieren. Wir sollen auch jedem Bewohner jeden Tag ein Angebot machen, da kann man aber auch die Pflege mit einbeziehen in Form von basalen Waschungen etc.. Im Endeffekt ist es sowieso auch von dem Mitarbeiter des MDK abhängig, wie der sich das alles vorstellt. Wichtig hierbei ist auch einfach wirklich alles zu dokumentieren, auch wenn Bewohner die Beschäftigung ablehnen.
Lg Kim

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11 Nov. 2009 17:25 #7107 von Tiffi
Tiffi antwortete auf Wochenplan
Hallo,
ich arbeite seit 6 Jahren in einem Heim mit 73 Betten. Wir sind seit ca. 2 Jahren voll belegt.
wir sind zwei Ergos, eine Gerontokraft (4Tage im MOnat) und ab Januar werden wir 1,5 Demenzbetreuer haben.

Der MDK war im Sommer bei uns, als wir gerade nur 1,5 Ergo im Haus waren. Somit fiel die Bewertung nicht wirklich gut aus. Wie auch, alleine kann man schlecht 3 bis 4 Gruppen anbieten und noch Einzeltherapie durchführen. Der MDK forderete ein nahezu tägliches Angebot für jeden Bewohner besonders bei den Immobilen Bw. Und eine super Dokumenation. Es genügte ihnen auch nicht das ich bei zwei Bw die nicht teilnahme begründete. Die eine Bw ist sehr dement und unruhig, sie singt ständig auch in der Gruppe, so dass nur Einzeltherapie möglich ist, wozu mir jedoch alleine die Zeit fehlte. Aber der MDK meinte diese Bw sei nicht so dement wie wir sie hinstellen und sie könne sehr wohl an gruppen teilnehmen. Na super, nach 5 Minuten können sie es ja beurteilen, aber gut.
Also seit her sind wir dabei unser Dokumentationssystem zu änderen, und jede einzelheit aufzuschreiben. GY = Gymnastik reicht nicht es muss dann schon Sitzgymnastik heißen. Wir schreiben Toilettengänge, Transfers, .... also jeden Handgriff am Bw auf. ich selbst fühle mich nicht wirklich gut damit, weil es für mich keine Therapie ist, eine Bw auf die Toilette zu setzten, aber gut wenn es so nun mal gewünscht ist.  in welchen Bereichen setzt ihr die Demenzbetreuer ein?LG Tiffi

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11 Nov. 2009 18:17 #7110 von Sonne
Sonne antwortete auf Wochenplan
Hallo Kim und Hallo Kifi,
erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen.
"ich selbst fühle mich nicht wirklich gut damit, weil es für mich keine Therapie ist" genau die gleichen Gefühle habe ich auch! Dabei ist mir schon der Spagatt zwischen Therapie-Beschäftigung-Pflege bewußt. Auch dieser Satz "ein nahezu tägliches Angebot" treibt mir die Schweißperlen auf die Stirn. Es tröstet allerdings, zuhören das es überall das gleiche Thema ist. Auch in meiner Gruppe gibt es zwei Bew. die sich nicht in die Gruppe bzw. nicht in eine Einzelbetreuung führen lassen, sie wehren sich mit aggressiven Zügen. Auch ich bemühe mich, wirklich jede Kleinigkeit in die Doko aufzunehemen, aber es macht unzufrieden.
Ich werde jetzt versuchen, der Pflege noch einige Details zukommen zulassen, was sie den Bew. zum Spätnachmittag noch an Beschäftigung zukommen lassen können.
Wir haben erst seid kurzem eine Demenzbetreuung, diese wird von Mo-Do und So. für einige wenige Bew. eingesetzt. Ich sehe da neue Probleme kommen. Thema Sonntags: Wenn Angehörige die sich eh kaum um ihre Eltern kümmern dieses Beobachten, wird bestimmt eine Frage an uns herantreten -Sonntagsarbeit-.
Ich habe manchmal das Gefühl, das wir nicht mehr wissen wo uns der Kopf steht. Es fehlt uns an Zeit, auch mal neue Angebotsthemen für die Bew. auszuarbeiten, ganz zu schweigen von anderen Feierlichkeiten.
Ich wünsche Euch einen schönen Abend und verbleibe mit lieben Grüßen- Sonne.

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12 Nov. 2009 19:45 #7116 von Raupe
Raupe antwortete auf Wochenplan
Hallo Zusammen,
also ich finde es wirklich interessant, was alle geschrieben haben, da es wirklich fast überall die gleichen Sorgen sind!!!
Bei uns ist es so, dass unsere Dementenbetreuerin eine Ergo ist, nämlich ich.
Ich habe vorzugsweise Dementengruppen und somit die nicht so fitten, was man selten klar abgrenzen kann, da wir keinen geschlossenen Raum für Therapien haben kommen die Bew. zum Teil von selbst und setzen sich dazu, was ich aber auch schön finde...
Wir gehen seit kurzem auch Samstags und wir haben uns überlegt, dass unsere Bew. merken sollen, dass Wochenende ist. So zum Beispiel gestalten wir in der Woche Fensterbilder für Weihnachten und Backen, also "Arbeiten" und am Wochenende sollen die Bew. merken, das sie nicht arbeiten müssen, als da gibt es zum Beispiel Zeitungsschau, oder Spiele, welche wir nur am Wochenende machen, also was "Besonderes" oder "Anderes"....

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12 Nov. 2009 23:03 #7118 von Souli
Souli antwortete auf Wochenplan
ja ich merke auch mehr uns mehr das wir alle die gleichen probleme haben.
und zwar das laut vorschrift mehr dokumentation gemacht werden soll und gleichzeitig mehr betreuung ausgeführt werden soll.
arbeite in einem heim mit schwerpunkt psychischen erkrankungen also durchweg antriebsarme menschen die größtenteils mit wahnvorstellungen kommen. ich kann und möchte sie nicht zur teilnahme zwingen. habe die letzte woche mehr einzelbetreuungen gemacht und super vortschritte gemacht - juhu werde mit der CHefetage reden wie ich nun weiter arbeiten soll und was ich leisten soll - denn glaube das ist nicht nur uns etwas unklar sondern auch den meisten leitungen! Oder?

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15 Nov. 2009 18:11 #7124 von Tiffi
Tiffi antwortete auf Wochenplan
Hallo,

ja aber ich finde es schlimm, dass jeder beschäftigt sein soll, und es egal wie es dokumentiert wird, nicht akzeptiert wird, dass es auch Bw gibt die keine Lust haben. Entweder meinen die Angehörigen dies, oder der MDK ließt in der Biographie etwas, und darum muss es auch angeboten werden. Zählt denn der eigende Wille der Bw gar nichts. ich finde dies schrecklich. und jeden kann ich eh nicht so behandeln, wie es wünschenswert wäre, weil mein Tag ja nur 8 Std. hat. und dann entfallen noch einige weil, wir ja alles super genau aufschreiben müssen.
wir arbeiten seit Oktober samstags. Wir haben genauso wie Souli beschlossen wochenende ist wochenende und bieten nach der Zeitungsrunde, die bei uns täglich stattfindet. Eine Spielegruppe an, wir Spielen Bingo, Ratespiele, Kreuzworträtsel, Liederquiz und verfolgen diesen Spielcharakter. Kommt eigentlich ganz gut an. Am Nachmittag gibt es noch vor dem Kaffee eine kleine Entspannungsgruppe und dann ziehen wir uns zurück, da auch viele Besuch bekommen, und schreiben.


lg Tiffi

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