Hallo Kisu,
habe im Rahmen meiner Ausbildung das COPM angewendet, allerdings nicht bei dementen Bewohnern. Da hat es sehr gut funktioniert.
Nun bin ich seit knapp einem Jahr mit der offiziellen Ausbildung fertig und arbeite in einem Heim. Dort bin ich auf der Wohngruppe für jüngere Menschen und mit den Senioren habe ich nur indirekt und recht wenig zu tun. Bin auch die einzige Ergo im Haus und arbeite eng mit den Frauen von 87b zusammen. Sicher bin ich auch mal Entertainer, aber das macht nichts, denn ich erhöhe durch meine Arbeit die Lebensqualität der Bewohner und ermögliche ihnen die Partizipation auch am Leben außer Haus.
Ich denke, dass sich meine Arbeit von der der anderen aus dem sozialen Dienst unterscheidet, dass ich oft anders auf den Menschen schaue, über die Krankeiten und deren Auswirkungen mehr Infos habe und dementsprechend anders interveniere. Im Heim und gerde bei dementiell erkrankten Menschen geht es ja in der Regel nicht um große Fortschritte. Es sind die klelnen Dinge, die das Leben einfacher und lebenswert machen und das können zumeist weder Bewohner noch Angehörige benennen.
Zu deiner Frage mit den Assessments: Wir sind nicht die einzige Berufsgruppe, die so was benutzt. Das wurde uns in der Schule auch erzählt, aber was sind Bradon und Norton Skala und ähnliches??
Kennst du das geriatrische Assessment von Gudrun Schaade? (Gibt es hier glaube ich im download). Denke, das ist im gerontopsychiatrischen Bereich gut.Ansonsten bin ich in die Pflegeplanung involviert und beschreibe da die Ziele und teilweise auch den Weg dahin. Oftmals ergibt sich die Begründung eben aus der Biographie. Auch da kannst du dich von anderen Berufsgruppen abheben, allein, weil du eben anders formulierst, definierst...
Nun habe ich dich aber genug zugetextet

Ich wünsche dir einen schönen Tag.
Liebe Grüße von Sophia65