Hallo erst mal an alle,
und danke für die schnellen und guten Ideen.
(@Cassiopeia)
Ich hatte mich beim Schrieben meiner Frage etwas kürzer gefasst, als das was ich alles bereits schon über die Bewohnerin weiß. Ich nennen sie jetzt Einfach mal Frau X.
Frau X ist lebt sein einigen Monaten bei uns in der Einrichtung. Sie hat sich ihr Leben lang immer um andere Menschen gekümmert und zugesehen, dass sie alle gut versorgen kann. Erst kamen alle anderen und dann sie. Dieses Verhalten spiegelt sich jetzt auch in der Therapie wider.
Veränderung 1: Sie gibt mir lieber ihr Essen, als das sie es ist. -> Jetzt kann sie sich aber nicht mehr um andere kümmern und sie merkt, dass sie eigentlich stetig auf Hilfe angewiesen ist.
Veränderung 2: Frau X vor ca. 1 Woche aus dem Krankenhaus endlassen worden. Somit hat sie innerhalb kürzester Zeit zweimal eine Umstellung ihres Lebensrhythmuses erfahren. Ich denke, dass auf Grund dessen ein kognitiver Abbaus stattgefunden hat. Zumindest konnten wir deutliche Veränderungen in den Bereichen Orientierung, Sprachverständnis, Handlungsplanung und Wortfindung/ Satzbau feststellen.
Veränderung 3: Sie hat Schmerzen nach dem Bruch, der vor ca. 3 Wochen passiert ist. Zudem hat Frau X noch ein Hüftleiden (auf der selben Seite).
Mit anderen Worten genug Gründe um total verunsichert zu sein.
Meine Theorie: Sie ruft „Hallo“ weil sie keine Struktur und keine Plan davon hat was auf sie zukommt und was sie machen soll. -> mangelndes Wortverständnis. Sie ist so Hilflos und unsicher, und hatte früher immer das Rufen begonnen wenn sie Überfordert war und sich nicht 100% sicher war ob sie alles richtig macht. Zudem nehme ich an das sie die Schmerzen und körperliche Bedürfnisse (Hunger, Toilettengänge usw.) zum Teil nicht zuordnen kann. Denn immer dann wenn sie sich oft hinstellt (erhöhte Beinbelastung), oder zur Toilette muss ist sie besonders unruhig.
Meine geplante Umsetzung, um herauszufinden ob meine Theorie richtig ist:
Jetzt möchte ich Frau X Rituale geben, die an ihrer Biographie anknüpfen. Da ich weiß, dass sie für ihr leben gerne Singt und sie auch vorher in den Gruppen z.B. in der Kochgruppe gesungen hat, möchte ich ihr für gewisse Tätigkeiten Rituale schaffen. Hiefür möchte ich unter anderem auch Lider einsetzten. Denn das ist etwas vertrautes, mit dem Frau X etwas anfangen kann. Es erleichtert ihr alltägliche Handlungen und befreit sie aus ihrem „Mustern“.
Nun noch einmal kurz zum Thema Zuwendung, wie sie es von der Mutter gewohnt war:
Das meinte ich unter den Punkten Zuwendung und sie sieht mich als Bezugsperson. Das war mein erster Gedanke und ein sehr erfolgreicher Weg vor dem Krankenhausaufenthalt. Leider klappt das nicht so gut, denn wenn ich dann weg gehe ist sie wider sehr unruhig oder noch unruhiger… Und 24 Stunden kann ich ihr die Zuwendung nicht schenken. Zudem Bestärkt das weitergehende Rufen meine Theorie, dass ihr neben der Zuwendung noch etwas anderes fehlt. –> Denn bei Menschen bei denen es um die reine Zuwendung ging, habe ich bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass dadurch das Muster unterbrochen werden konnte.
(@ Yvonne, Scholli, Cassiopeia)
Danke für die Liedertitel. Einige von den Liedern (Die süssesten Früchte) weiß ich, dass Frau X sie immer mitgesungen hat und diese Lieder auch sehr gerne hört….
Wenn ihr mögt kann ich euch ja in Bezug auf die Therapie auf dem Laufenden halten. Am Dienstag, werde ich erst mal das weitere Vorgehen mit meinem Team besprechen.
Bis dahin wünsche ich euch allen noch ein schönes erholsames Wochenende und
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FROHE OSTERN[/move:1wxujitx]
Auf weitere Anregungen freue ich mich
Nadja