Hallo Anle,
ich hatte anfangs auch mehr als zu kämpfen. Das Pflegepersonal hat mich bewußt boykottiert wann und wo immer es ging. Dort gab es damals über Jahre hinweg Beschäftigung immer nur sporadisch und über kürzere Zeiträume hinweg. Auch das ganze Pflegekonzept ließ zu wünschen übrig. Die Bewohner (alle an Demenz erkrankt) sollten ihren Tagesablauf selbst bestimmen - was sie devinitiv nicht mehr konnten. Es änderte sich nach langem Kampf zusammen mit wenigen sehr engagierten Altenpflegern/Innen. Das ist jetzt über 10 Jahre her und ich muß sagen, das Haus ist komplett gewandelt, Personal und HL/PDL und auch alle anderen bilden ein richtiges gutes Team.
Vielleicht gibt es auch bei Euch doch den einen oder anderen Interessierten, den Du überzeugen kannst. Wichtig finde ich auch, immer wieder den Sinn und Zweck von den versch. Gruppenarbeiten/-angeboten und Einzelbetreuungen, die Du anbietest zu erklären - manche sind einfach nur unwissend.
Der feste Wochenplan und auch Plakate mit Sonderveranstaltungen hänge ich in den Fluren im Schaukasten aus und auch in den Stationszimmern.
Die Bewohner lade ich jeden Morgen trotzdem zu den Veranstaltungen ein, viele spreche ich extra nocheinmal an und hole die Leute auch ab. Sie würden sonst nicht kommen, da sie es sicher vergessen haben oder den Weg nicht finden.... Die Bewohner, die unschlüssig sind lade ich ein, mich zu begleiten und sich die Sache doch einmal anzuschauen und dann können sie selbst entscheiden, ob sie bleiben möchten oder nicht. (Die meisten bleiben dann da und haben richtig Spass).
Einzeltherapien: Gespräche, Vorlesen, Singen, werken, basteln, Erinnerungsarbeit, mobilisieren, aktivieren, basal stimulieren..... es gibt so viele Möglichkeiten.
Viele Grüße